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Netlution Referenzprojekt: Nahrungsmittelproduzent

Projekt
Konzeption und Implementierung: Einführung eines Systems zur Entlastung der Primärkapazitäten (Server u. Speicher) sowie der IT-und Benutzer-Ressourcen im Bereich Email- und Fileserverdaten auch unter Compliance-Aspekten

Unternehmen
Nahrungsmittelproduzent

Ausgangssituation
Der Kunde betreibt ein zentrales Email System für den Gesamtkonzern auf Basis eines MS Exchange 2003 Clusters. Die Fileservices werden ebenfalls über ein Windows Server 2003 Cluster mit 6 Knoten mit 8 virtuellen Fileservern bereitgestellt. Ein Archivierungssytem für die manuelle Ablage von projektbezogenen Daten ist bereits seit mehreren Jahren im Einsatz.

Die enormen Datenmengen in den Exchange Postfächern und auf den Fileservern führen immer wieder zu Platzmangel auf den Speichersystemen (SAN) und führen zu Problemen mit dem Zeitfenster für die Datensicherung. Ferner werden so hochverfügbar auf kostenintensiven Primärspeichersystemen auch ältere Daten vorgehalten, die eine solche Verfügbarkeit nicht benötigen. Im eMail-Umfeld werden, bedingt durch die Microsoft seitige Mailboxlimitierung, Daten durch die Anwender in pst-Dateien ausgelagert und so zum Teil der administrativen Hoheit der IT entzogen.
Ferner gibt es zwar ein Archivsystem für eine vorgangsbezogene Ablage der Daten, jedoch sind damit nicht alle regulativen Anforderungen, insbesondere das unveränderliche Aufbewahren der eMails zum Zugangszeitpunkt (eMail-Eingang in Mailbox) nicht möglich.

Der Kunde möchte zum einen eine speicheroptimierte Entlastung des Primärspeichers erreichen und nur selten genutzte Daten, transparent für den Anwender, auf günstigere Speichersysteme erreichen. Er möchte ebenfalls die administrative Hoheit über alle Unternehmensdaten in dem Bereich zurückgewinnen (pst-Dateien eliminieren) und den modernen Anforderungen an Mobilität seiner Daten erhalten.
Zu guter letzt soll natürlich ein Instrument zur Verfügung stehen, mit dem die Anforderungen des Gesetzgebers hinsichtlich GDPdU, GOB und AO für den Teil der eMail-Archivierung optimal umgesetzt werden.

Projektziele

Hauptziele:
  • Entlastung der primären Speichersysteme
  • Administrative Hoheit über alle eMail- und File-Unternehmensdaten
  • Speicheroptimierung und Reduzierung des Datenvolumens auf Exchange/ Fileservern
  • Keine Einschränkung der Fachbereiche in Ihren Arbeitsabläufen und deren Mobilität
Nebenziele:
  • Eine Möglichkeit zur rechtssicheren Archivierung von eMail Daten.
  • Vereinfachung der Datensicherung und Wiederherstellung
Projektdurchführung

Phase I: Ist-Aufnahme und Konzeption
Nach erfolgter IST-Analyse wurde das Konzept für die zukünftige Architektur für das Archivierungssytem konzipiert. Aufgrund der hohen Komplexität der Kundenumgebung (SAN/Cluster) wurde seitens des Kunden von Anfang Netlution als Beratungs- und Implementierungspartner mit hinzugezogen. Um der hohen Zahl der Anwenderzugriffe und den großen Datenmengen gewachsen zu sein wurde auf Basis der Produkte „Exchange@Pam“ und File@Pam eine auf mehrere Server verteilte Serverstruktur für die Archivierung wie folgt konzipiert:
  • Ein dedizierter Datenbankserver (Windows 2003 64 Bit unter MS SQL Server 2005 Enterprise Edition)
  • Ein Server für die HSM Basisdienste (Pamstorage)
  • Zwei Applikationsserver für Exchange@Pam (Archivierungsserver und Retrieval Server)
  • Ein virtueller Server für die Komponente PST-Importer
Phase II: Installation und Pilot-Inbetriebnahme
In dieser Phase wurden die Server und Systeme wie geplant Installiert. Im ersten Schritt wurden die Postfächer der IT Abteilung selbst und einer der Fileserver-Cluster archiviert. In dieser Phase konnten sich die Administratoren des Kunden ausführlich mit dem System befassen und wichtige Erfahrungen sammeln. Auch kleinere Probleme in Verbindung mit Drittsystemen (z.B. Datensicherungs-Software) konnten gelöst werden.

Phase III: Gesamtrollout Exchange- und Filearchivierung
Nach erfolgreichem Durchlauf der Pilotphase wurden die Richtlinien der Pilotphase auf alle Postfächer und Fileserver erweitert.

Status
Das Projekt wurde im Frühjahr 2008 gestartet und im dritten Quartal 2008 abgeschlossen.